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Welche Ordertypen sollte ich für Stop Loss und Take Profit im Futures Trading verwenden?

TL;DR: Im Futures Trading verwenden Take Profit (TP) und Stop Loss (SL) je nach Handelsrichtung unterschiedliche Ordertypen. Bei einem Kaufgeschäft wird das TP mit einem Verkaufs-Limit über dem Einstieg gesetzt, und das SL verwendet einen Verkaufs-Stop unter dem Einstieg. Bei einem Verkaufsgeschäft nutzt das TP ein Kauf-Limit unter dem Einstieg, und das SL einen Kauf-Stop über dem Einstieg. Diese Orders werden basierend auf dem Bid- oder Ask-Preis ausgelöst, nicht auf dem zuletzt gehandelten Preis, und die Ausführung hängt von der Verfügbarkeit von Liquidität ab. Trader können SL und TP auch vorab über ATM definieren und dabei Limit-, Stop- oder Stop Limit Orders wählen, wobei zu beachten ist, dass die Ausführung nicht garantiert ist, wenn Marktbedingungen oder Liquidität dies verhindern.


Wie funktionieren Stop Loss- und Take Profit-Orders bei einem KAUF-Geschäft?

  • Take Profit (TP): Sie platzieren ein VERKAUFS-Limit zu einem höheren Preis — um den Trade automatisch zu schließen, wenn der Gewinn erreicht ist.

  • Stop Loss (SL): Sie verwenden einen VERKAUFS-Stop zu einem niedrigeren Preis — um Ihren Verlust automatisch zu begrenzen, falls der Preis fällt.

Beispielszenario:

Sie KAUFEN einen Kontrakt zu 4100,50.

  • Um bei 4109,25 Gewinn mitzunehmen → platzieren Sie ein VERKAUFS-Limit bei 4109,25.

  • Um Verluste bei 4098,25 zu begrenzen → platzieren Sie einen VERKAUFS-Stop bei 4098,25.


Wie funktionieren Stop Loss- und Take Profit-Orders bei einem VERKAUF-Geschäft?

  • Take Profit (TP): Sie platzieren ein KAUF-Limit zu einem niedrigeren Preis, um den Trade zu schließen, wenn der Markt fällt und Ihr Gewinnziel erreicht wird.

  • Stop Loss (SL): Sie verwenden einen KAUF-Stop zu einem höheren Preis — um den Trade zu beenden, falls sich der Markt gegen Sie bewegt und zu stark steigt.

Beispielszenario:

Sie VERKAUFEN einen Kontrakt zu 4100.

  • Um bei 4098,25 Gewinn mitzunehmen → platzieren Sie ein KAUF-Limit bei 4098,25.

  • Um Verluste bei 4109,25 zu begrenzen → platzieren Sie einen KAUF-Stop bei 4109,25.


Wie stellt man Stop Loss/Take Profit mit ATM ein?

Eine weitere Möglichkeit, Stop Loss und Take Profit einzurichten, ist über ATM (Advanced Trade Management). Beim Eröffnen eines Trades können Sie Ihre Stop Loss- und Take Profit-Level vorab definieren, sodass sie automatisch platziert werden, sobald der Trade ausgeführt wird. Dabei können Sie Standard-Ordertypen wie Limit (für Take Profit) und Stop (für Stop Loss) wählen oder fortgeschrittenere Typen wie Stop Limit nutzen.

Sie legen zunächst einen bestimmten Preis ('x') fest, und die Order darf nur zu diesem Preis oder besser ausgeführt werden. Bietet der Markt einen schlechteren Preis, wird die Order nicht ausgelöst. Daher kann es vorkommen, dass Ihr Stop Loss oder Take Profit den Trade nicht geschlossen hat — obwohl der Markt scheinbar Ihr Zielniveau erreicht hat.


Sind Stop Loss und Take Profit garantiert?

Ein häufiges Missverständnis im Futures Trading betrifft die Auslösung von Stop Loss- und Take Profit-Orders. Diese Orders werden nicht basierend auf dem zuletzt gehandelten Preis aktiviert, der meist in den Charts angezeigt wird. Stattdessen basieren sie auf dem BID- oder ASK-Preis, abhängig von der Handelsrichtung:

  • Bei einem KAUF-Geschäft muss der BID-Preis das Auslöselevel für Stop Loss (VERKAUFS-Stop) oder Take Profit (VERKAUFS-Limit) erreichen.

  • Bei einem VERKAUF-Geschäft muss der ASK-Preis das Auslöselevel für Stop Loss (KAUF-Stop) oder Take Profit (KAUF-Limit) erreichen.

Auch wenn der Chart zeigt, dass der Preis Ihr Level berührt hat, wird Ihre Order möglicherweise nicht ausgeführt, wenn der BID- oder ASK-Preis die Bedingung nicht erfüllt.

Zusätzlich spielt die Liquidität eine entscheidende Rolle. Selbst wenn der Auslösepreis erreicht wird:

  • Benötigt Ihre Order noch einen Gegenpart zur Ausführung. Zum Beispiel bleibt eine Take Profit-Order als VERKAUFS-Limit offen, wenn auf diesem Niveau keine Käufer aktiv sind.

  • Dieses Problem tritt besonders häufig in Phasen mit geringer Liquidität oder hoher Volatility auf, etwa bei Nachrichtenveröffentlichungen oder Markteröffnungen.

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